Buchweizen (Fagopyrum esculentum) vs. Weizen (Triticum aestivum)
Dieser Text und auch einige Bilder stammen aus meinem Youtube-Video zum Buchweizen.

Was Buchweizen (Fagopyrum esculentum) und Getreideweizen gemein haben ist, dass sich ihre Samen für die Verwendung in der Küche eignen. Diese Pflanzen sehen sich weder ähnlich, noch sind sie miteinander verwandt. Auch im Aroma unterscheiden sie sich.
Die Samen des Buchweizen sehen aus wie Miniatur-Bucheckern. Sie müssen vor dem Verzehr nicht lange in Wasser eingeweicht oder gekocht werden. Theoretisch sind sie trocken essbar.

Aus hygienischen Gründen ist es aber besser, wenn sie für mindestens acht Minuten in der Pfanne oder im Airfryer geröstet werden. Das boostert übrigens auch ihr Aroma, anschließend schmecken sie noch nussiger. Und sie sind so auch gut haltbar.
In Müslis und Salat-Kernmischungen sorgen geröstete Buchweizensamen für einen crispigen Crunch.

Anders verhält es sich bei Weizenkeimen und Buchweizenkeimen: In Bezug auf Appetitlichkeit und Keimdauer liegt der Getreideweizen vorn.
Buchweizensamen schleimen beim Einweichen, zudem keimen sie ungleichmäßig und langsamer als die Samen des Weizen. Wenn sie über Nacht eingeweicht wurden, kann ihre Keimdauer noch bis zu sechs Tagen betragen*.
Bei Weizenkörnern dauert das Keimen nach der selben Einweichzeit nur zwei Tage.
Buchweizenkeimlinge sind von schmieriger Konsistenz und so schmecken sie auch.

Buchweizen wird – ebenso wie Amarant, Chia und weitere, botanisch nicht immer miteinander verwandte Arten – als Pseudogetreide klassifiziert.
Als Getreide werden Arten aus der Süßgräser-Familie bezeichnet, wie Weizen, Hafer, Mais und Reis.
Buchweizen zählt zur Familie der Knöterichgewächse und ist unter anderem mit dem gefürchteten Japanischen Staudenknöterich, dem Schlingknöterich sowie den heimischen Ampfer-Arten verwandt.
Fagopyrum esculentum stammt ursprünglich aus China und Tibet, wächst einjährig und erreicht Höhen von bis zu einem Meter.

In der Nähe von Gärten sowie in landwirtschaftlichen Regionen können gelegentlich verwildert wachsende Buchweizenpflanzen zu sehen sein. Die dort in der Regel aber nicht beständig vorkommen.

* Laut diesem Kommentar auf YT scheint die Keimdauer auch von der Schältechnik abzuhängen. Kalt geschälter Buchweizen soll schneller keimen als unter Dampf geschälter.
Merkmale: Pflanzen- & Botanik-FAQ |

Persicaria lapathifolia
Persicaria affinis
Fagopyrum esculentum
Koenigia × fennica „Johanniswolke“
Buchweizen
Rumex thyrsiflorus
Reynoutria japonica „Variegata“
Persicaria amplexicaulis
Rumex obtusifolius
Muehlenbeckia complexa „Pink Camouflage“
Muehlenbeckia complexa
Fallopia dumetorum
Persicaria odorata
Persicaria amphibia
Persicaria filiformis „Lance Corporal“
Polygonum aviculare agg.
Rumex scutatus
Persicaria capitata
Rumex acetosa
Fallopia baldschuanica
Rumex sanguineus
Fallopia convolvulus
Reynoutria japonica