Bei den sogenannten Vorboten des Frühlings denken wir zuerst an Schneeglöckchen oder Winterlinge. Sie können ihre Blüten bereits mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Januar oder Februar zeigen.
Um diese Arten soll es in diesem Beitrag nicht gehen. Ich möchte hier drei andere Vorbotinnen des Frühlings vorstellen.
Auch sie verkünden dass die Natur aus dem Winterschlaf erwacht. Wenn sie überhaupt geschlafen hat. Denn viele Pflanzen bereiten sich schon im Winter auf den Frühling vor. Sie zeigen erste Blätter, die ersten Samen keimen und bei manchen Arten sind bereits Blütenknospen zu sehen.

Eine relativ auffällige und im urbanen Raum recht häufig anzutreffende Vorbotin des Frühlings ist das Behaarte Schaumkraut (Cardamine hirsuta). Die mit Rettich, Radieschen und Raps verwandte Pflanze wächst zumeist einjährig, ihre Hauptblütezeit dauert von Februar bis Mai. Als Kulturfolger kommt sie gut mit gestörten Standorten zurecht und kann auch auf Wegen, Treppen, Mauern sowie in Pflasterfugen überleben.
Für die Ausbreitung hilfreich ist ein Schleudermechanismus, dank dem das Schaumkraut seine Samen gut einen Meter weit verstreuen kann. Weshalb es vereinzelt auch Springkraut genannt wird.

Deutlich dezenter im Erscheinungsbild ist das mit dem Schaumkraut verwandte Frühlings-Hungerblümchen (Draba verna). Seine Blattrosetten sind aktuell nur ungefähr zwei bis vier Zentimeter breit. Es kommt im urbanen Raum häufig vor, wird aber aufgrund seiner Größe gerne übersehen.
Im blühenden Zustand ist Draba verna oft nur wenige Zentimeter hoch. Die Blütezeit dauert von Februar bis April. Die Verbreitung der Samen erfolgt durch den Wind.

Nicht ganz so häufig zu sehen ist der Efeu-Ehrenpreis (Veronica hederifolia). Er wächst einjährig, seine Samen keimen im Herbst oder Winter. Blühen kann er von Februar bis Mai.
Der Efeu-Ehrenpreis besiedelt Wegränder, Gebüschsäume, Äcker und Gärten. Je nach Standort werden seine Triebe bis zu 30 Zentimeter lang.

Merkmale: Pflanzen- & Botanik-FAQ |

Cardamine flexuosa
Schwarzer Rettich
Malcolmia maritima
Armoracia rusticana
Kresse
Blattsenf „Red Giant“
Brassica oleracea var. sabellica
Calepina irregularis
Brassica oleracea var. sabellica
Aurinia saxatilis
Lepidium campestre
Draba verna
Rorippa austriaca
Brassica napus
Brassica oleracea var. ramosa
Eruca vesicaria
Alliaria petiolata
Rorippa sylvestris
Brassica oleracea convar. capitata var. rubra
Kalettes, Kohlröschen
Anastatica hierochuntica
Barbarea vulgaris
Lepidium draba
Raphanus raphanistrum
Romanesco
Chinakohl
Cardamine lyrata
Cardamine pratensis „Plena“
Arabis alpina ssp. caucasica
Eruca vesicaria ssp. sativa
Meerrettich
Lunaria rediviva
Crambe maritima
Aubrieta × cultorum „Silberrand“
Wirsing
Lunaria annua
Erysimum cheiri
Raphanus sativus var. niger
Erysimum-Hybride
Bunias orientalis
Brokkoli, Broccoli
Cardamine pratensis
Brunnenkresse
Sisymbrium officinale
Lepidium didymum
Iberis sempervirens
Arabidopsis thaliana
Brassica oleracea var. gongylodes
Lobularia maritima
Grünkohl
Diplotaxis tenuifolia
Eutrema japonicum
Cardamine hirsuta
Blumenkohl
Cakile maritima
Rosenkohl
Berteroa incana
Isatis tinctoria
Wird Raps das neue Unkraut?
Sisymbrium loeselii
Pak Choi
Brassica oleracea var. acephala