Chrysomela populi (Pappelblattkäfer)

Es gibt zwei Dinge, die Chrysomela populi ganz besonders gut beherrscht: Fressen und Kacken. Die deutschen Populärnamen Pappelblattkäfer und Weidenblattkäfer lassen es erahnen, das zur Blattkäfer-Familie zählende Insekt hat sich auf Weidengewächse spezialisiert. Ausgewachsene Käfer und Larven können gemeinsam auf Pappeln, Zitterpappeln und Weiden zu finden sein.

Auch wenn er seinen Wirtspflanzen enorm schaden kann, ist der Pappelblattkäfer kein böser Schädling. Genaugenommen verarbeitet er die Blätter nämlich zu Dünger.

Zu seinen Fressfeinden sollen einige Arten aus der Raupenfliegen-Familie zählen.

Chrysomela populi
Chrysomela populi und seine Larven sind kleine Scheißer. Wie es auf den Bildern in diesem Artikel gut zu erkennen ist.

Wenn die erwachsenen Käfer nicht mit Fressen und Kacken beschäftigt sind, dann vermehren sie sich. Weshalb mehrere Generationen auf den Wirtspflanzen zu sehen sein können.

Pappelblattkäfer Paarung
Pappelblattkäfer bei der Paarung.

Die auffällig gemusterten Larven erreichen Längen von bis zu 15 Millimeter, die Käfer bleiben mit bis zu 12 Millimetern etwas kleiner.

Bei Gefahr können die Käfer ein übel riechendes Wehrsekret abgeben.

Chrysomela populi Larven
Larven von Chrysomela populi bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Fressen von Pappelblättern.

Blattkäfer (Chrysomelidae)

Neben dem hier vorgestellten Pappelblattkäfer sollen im deutschsprachigen Raum noch über 400 weitere Arten aus dieser Familie (Chrysomelidae) vorkommen. Häufig sind diese Käfer bunt, gerne ernähren sie sich von Pflanzen.

Blattkäfer Chrysomelidae
„Heimische“ Blattkäfer (v. l. n. r.): Pappelblattkäfer (Chrysomela populi), Seidiger Fallkäfer (Cryptocephalus sericeus), Luzerne-Blattkäfer (Gonioctena fornicata) und der Ameisensackkäfer (Clytra laeviuscula).

Merkmale: Insekten |

Weitere Arten aus der Familie Blattkäfer (Chrysomelidae) Salicaceae (Weidengewächse)